Sonntag, 16. Januar 2011

Es tut so weh.... WARUM?

Lieber Opa,
nun ist es zwei Tage her und ich hoffe noch immer, irgendwann aufzuwachen und festzustellen, dass alles nur ein böser Traum war.
WARUM???
Du hattest das große Glück, den Herzinfarkt im November zu überleben, weil Du es noch rechtzeitig geschafft hast, den Notarzt anzurufen? Die schwere dreifache Operation im Dezember hast Du locker überstanden. Jetzt noch drei Wochen Reha.
Heute vor einer Woche war ich noch bei Dir, wir haben gelacht und Du hast gesagt, Du freust Dich so sehr, wieder nach Hause zu kommen. Du freust Dich auf den Frühling, auf den Sommer und schöne Tage mit Deiner Familie. Du hast freudestrahlend erzählt, dass Du abgenommen hast und Dich ab jetzt gaaanz gesund ernähren willst.
Wir haben uns mit einer Umarmung verabschiedet. Ich habe mich für Dich gefreut, dass es Dir wieder richtig gut geht.
Bis Freitag 13 Uhr war alles in Ordnung. Dann kamst Du aus irgendeinem Grund mit dem Auto von der Fahrbahn ab und bist gegen einen Baum geprallt. Leider war hier kein Schutzengel zur Stelle. Hattest Du Schmerzen im Auto? Wurde Dir schlecht? Oder war es einfach Schicksal?
Vermutlich lässt sich das nie mehr ganz klären, aber ich kann es nicht verstehen. WARUM hast Du die Strapazen der letzten Wochen so gut überstanden, um dann so sinnlos zu sterben?
Lieber Opa, Du fehlst mir so sehr. Du warst mir immer Berater und warst immer für mich da. Es ist so schlimm ohne Dich.
Ich werde Dich nie vergessen.
Deine Tanja

Kommentare:

  1. Hallo Tanja,
    das tut mir aber sehr leid für deinen Opa. Es ist schon schlimm so vieles durch zu machen und dann war es doch umsonst.
    Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute für die nächste Zeit. Es bleiben dir doch viele schöne Erinnerungen an deinen Opa und nur das zählt. Tot ist nur wer vergessen wird.
    Liebe Grüße Annerose

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  2. Liebe Tanja,
    es tut mir so leid, dass du deinen lieben Opa verloren hast - vor allem, dass du dich nun mit Fragen quälst, die wohl niemand dir beantworten kann - ich drück dich mal in Gedanken und wünsche dir Kraft und Halt -
    ganz liebe Grüße - Ruth

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  3. Liebe Tanja,
    manche Fragen bleiben leider ohne Antwort, was bleibt, sind schöne Erinnerungen an eine liebe Person, und die kann Dir niemand nehmen.
    Ich denke fest an Dich
    Dea

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  4. Liebe Tanja,
    mein herzliches Beleid. Es tut mir leid für Deinen Opa, wie man spürt, war er ein wundervoller wichtiger Mensch, er wird aus der anderen Welt weiter an Deiner Seite sein, da bin ich mir sicher. Ich bin ganz neu unter den Blogfrauen, dein Bericht geht mir zu Herzen. Zünde für Deinen Opa eine Kerze an.
    tine

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  5. Oh je... Das tut mir total leid !!! Mein Beileid !!! Fühl Dich ganz doll von mir gedrückt !!!!

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  6. Ach, liebe Tanja, das sind die Fragen, die einem manchmal fast verzweifeln lassen! Wieso musste das sein, wofür war es gut, welchen Zweck hatte das jetzt?? Und wir finden nie die Antworten, die uns in unserer grossen Trauer trösten würden.....Es bleibt uns immer nur das Wissen darum, dass die Lebensuhr dieses Menschen jetzt einfach abgelaufen ist.......Das tut mir so leid für dich, ich drück dich und wünsche dir Mut und Zuversicht. Dein Opa wird dich weiterhin auf deinen Wegen begleiten, das weiss ich bestimmt, denn meine Oma ist auch immer bei mir..... Und es wird dich trösten, wenn du an ihn denkst und dich an die schönen Momente mit ihm erinnerst....irgendwann, wenn deine Tränen weniger werden.
    Liebe Grüsse,
    ANDREA

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  7. liebe tanja,
    mein herzliches beileid und mitgefühl. ich weiß genau wie du dich fühlst...das leben ist leider manchmal grausam und unerbittlich.
    aber vergiß nie, wie glücklich dein opa gewesen ist und wie sehr er dich geliebt hat.
    fühl dich gedrückt!
    barbara
    "Wenn ich in den Himmel schaue,
    so denke ich an Dich,
    du bist unser Stern,
    denn wie auch das Leuchten der Sterne Millionen Jahre anhält,
    so bleibt auch dein Leuchten in meinem Herzen,
    und es verlischt erst in dem Moment,
    in dem wir uns wiedersehen."

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  8. Liebe Tanja,
    oh je!!! Mein allerherzlichstes Beileid!Das ist ja wirklich ein übles Schicksal...!!! Es tut mir so leid!! Irgendwie ist das so sinnlos. Ich grüble auch seit 2 3/4 Jahren über den für mich sinnlosen Tod meiner viel zu früh verstorbenen Mutter nach... warum... das ist und bleibt die Frage, die einem wohl keine beantworten kann.
    Viele liebe Grüße von Ann

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  9. liebe tanja,
    auch ich möchte dir mein beileid ausdrücken!
    es fällt dir sicherlich schwer, das zu verdauen, ich drücke dich ganz fest!
    liebe grüße
    sylvie

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  10. Liebe Tanja, ich fühle so sehr mit dir! Vielleicht kannst du dich mit dem Gedanken trösten, dass dein Großvater zuletzt voller Zuversicht und Freude war und ihr euch noch unterhalten und umarmt habt - er ist nicht als gequältes oder einsames Häufchen Elend von dieser Welt gegangen, wie so viele alte oder schwer kranke Menschen. Im Zusammenhang mit meinem Vater, der 2007 gestorben ist, tröstet mich dieser Gedanke jedenfalls. Für die Hinterbliebenen ist es vermutlich schwerer, wenn jemand "mitten aus dem Leben" gerissen wurde, doch für den Menschen, der gestorben ist, ist dieser Tod wohl der bessere, als für lange Zeit an Apparaten zu hängen, künstlich ernährt zu werden oder als Demenzpatienten vor sich hin zu vegetieren...
    Auch von mir eine feste Umarmung! Herzlichst Traude

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